2010
Unknown White Male
Studio - Dekorationsbauten und Motivbetreuung in Berlin und Umgebung
2010
Anonymous
Studio - Dekorationsbauten und Motivbetreuung in Berlin und Umgebung



2010
Boss Black
Entwicklung und Herstellung des aufwändigen Laufsteges und der beleuchteten Bühnenrücksetzer für die Modenschau im Hamburger Bahnhof.
Fotograf Marcus Zumbansen

2009
Premiere Transformers
Entwicklung und Herstellung der überdimensionalen Transformer Maske und Logo Fotowand auf dem roten Teppich im Sony-Center Berlin.

2009
Jerry Cotton
Studio - Dekorationsbau des ehemaligen amerikanischen Nachrichtenstützpunktes auf dem Teufelsberg und Motivbetreuung in Berlin.

2009
Premiere 2012
Entwicklung und Herstellung der überdimensionalen Wasserwelle mit umspültem Logo sowie der Presse Fotowand auf dem roten Teppich im Sony-Center Berlin.

2009
Sat 1/Pro 7 Frühstücksfernsehen
Herstellung der Studio Dekoration am neuen Standort in der Fernsehwerft.

2009
Boxhagener Platz
Umbau des Studio Babelsberg Motives, Berliner Straße, in das Ambiente Ost Berlins der 60er Jahre.



2009
Hexe Lilli 2
Aufwändige Studio Dekorationsbauten erzählen das orientalische Reich Mandolan und sind zugleich Schauplatz der ersten Hälfte der Dreharbeiten.

2009
Sony Headquarter
Entwicklung, Herstellung und Montage der Ausstellung Benelux/Amsterdam mit hochwertigen Designobjekten.

2009
Hanna - Folge Deinem Herzen
Herstellung und Montage umfangreicher Sets für die "- Folge Deinem Herzen" neue Telenovela des ZDF im Auftrag der Grundy Ufa.


2009
The Ghostwriter
Herstellung aufwändiger Dekorationsbauten für den neuen Film von Roman Polanski, u.a. eine moderne amerikanische Villa im Studio und als Aussenmotiv in Usedom, Motivbetreuung in Sylt, Berlin und Umgebung.



2009
Geysir Andernach
Konzeption, Entwurf und Ausführung der Ausstellung und der technischen Exponate für das neu errichtete Erlebniszentrum am welthöchsten Kaltwassergeysir Andernach.


2009
Inglourious Basterds
Herstellung umfangreicher Sets wie z.B. die Aussenansicht eines zwanziger Jahre Kino im Backlot von Studio Babelsberg, sowie Bau des Foyer und der Kinosaales in der Marlene Dietrich Halle, Motivbetreuung an den Aussendrehorten in Görlitz, Berlin und Umgebung.



2009
Sony IFA Berlin
Entwicklung und Herstellung des unkonventionellen Messeauftritts von Sony auf der Funkausstellung.



2008
Sony IFA Berlin
Entwicklung und Herstellung des unkonventionellen Messeauftritts von Sony auf der Funkausstellung.

2009
Sensapolis Sindelfingen
Entwicklung und Herstellung der Schloß Innenausbauten des neuen Indoor-Erlebniszentrums.



2008
Der Vorleser
Herstellung aufwändiger Film- Dekorationsbauten im Studio und an Originalmotiven in Görlitz, Berlin und Umgebung, z.B. der temporäre Rückbau eines bereits renovierten Straßenzuges in die Nachkriegszeit.



2007
Valkyrie
Dekorationsbau des Bendlerblocks, insbesondere des Büros von Stauffenberg für die Verfilmung mit Tom Cruise. Ausserdem Nachbau der Besprechungsbaracke – des Führerhauptquartiers Wolfsschanze – im Studio und als Aussenkulisse sowie Drehbetreuung der Aussenmotive.
Nachnutzung der aufwändigen Dekorationsbauten durch das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden.



2007
International
Dekorationsbau des gewendelten Innenraumes des Guggenheim Museums New York im ehemaligen Lokschuppen der Orenstein- u. Koppelwerke. Bauzeit des Original Guggenheim Museums rund 4 Jahre, Herstellungszeit des Dekorationsbaus rund 8 Wochen.

24.08.2007
Art Department geht mit "Speed Racer" ins Rennen
"Speed Racer" ist die amerikanische Version einer japanischen Zeichentrickserie aus den 60er Jahren und wurde mit ihrer Ausstrahlung im bundesdeutschen Fernsehen 1971 die erste Animé-Serie hierzulande. Doch schnell galt sie unter Eltern, Pädagogen und in den Medien als die "umstrittenste Kinderserie im bundesdeutschen Fernsehen überhaupt". Nach nur fünf Folgen wurde die Ausstrahlung abgesetzt, unter dem schriftlichen Protest vieler Kinder.
In den USA hingegen wurde sie Kult und bald fester Bestandteil US-amerikanischer Fernsehgeschichte. Seit 1992 hatte sich das Filmstudio Warner Bros. die Rechte für eine Real-Kinoverfilmung gesichert. Grünes Licht gab es nach zwei gescheiterten Produktionsversuchen erst mit dem Einstieg der "Matrix"-Macher Larry und Andy Wachowski als Regisseure und Drehbuchautoren, ausgestattet mit einem Budget von ca. 100 Millionen Dollar. Nach den positiven Erfahrung bei der Comicverfilmung "V für Vendetta", entschieden sich die Wachowski-Brüder abermals für den Drehort Babelsberg. Prompt gab der neu geschaffene staatliche Deutsche Filmförderfonds weitere neun Millionen Euro hinzu.
Die Kinoadaption der Comicserie ist damit eine deutsch-englische Koproduktion mit der Sechsten Babelsberg Film GmbH und der Velocity Productions Ltd. London. Am 05. Juni begannen die viermonatigen Dreharbeiten in den Filmstudios Potsdam-Babelsberg sowie an einigen Außensets in Berlin. Im Mai 2008 soll das große Hollywood-Projekt in die Kinos kommen. Auch bei der Filmadaption der japanischen Trick-Serie dreht sich alles um schnelle Autos. Das Höchstleistungsrennfahren ist Lieblingssport dieser futuristischen Welt. Speed Racer alias Emile Hirsch (Alpha Dog) fährt mit seinem Wagen "Mach 5", der von Papa Racer alias John Goodman (Roseanne, King Ralph) entworfen und mit allerhand Schnickschnack ausgestattet ist, bei Rennen um den Sieg. Doch die teilweise recht mysteriöse Konkurrenz will ihm den Sieg nicht kampflos überlassen.
Große Teile des Filmes werden vor Blue- und Greenscreen gedreht, denn die Autorennen entstehen komplett am Computer. Unter Einsatz neuester Technologien werden die anspruchsvollen visuellen Effekte und Kameraideen umgesetzt, inspiriert von den farbenfrohen Trends der Flower-Power-Zeit. Denn den Regisseuren kommt es vor allem auf Optik an, dabei folgen sie einer bestimmten Vision: "Blade Runner meets Andy Warhol meets Pop Art".
Und so verwandelte das Art Department-Team unter der Leitung von Dierk Rüdiger Grahlow die Marlene-Dietrich-Halle in ein Zuhause der Familie Racer, dessen Interieur von quietschbunten Farben bestimmt ist. Grell orange das Telefon, knall-lila die Sitzgruppe und eine Blümchentapete in der Küche. Auch einige DDR-Accessoires sind zu finden. "Wir wollen uns nicht festlegen, in welcher Zeit der Film spielt, es gibt aber Anlehnungen an die 60er und 70er" sagt der für das Set verantwortliche Owen Paterson
Zur weiteren Starbesetzung gehören Susan Sarandon als Mom Racer (Bull Durham, Thelma & Louise, Dead Man Walking), Christina Ricci (Addams Family, Monster), Matthew Fox (Lost), sowie die deutschen Stars Benno Fürmann und Cosma Shiva Hagen.

15.08.2007
Art Department realisiert Dekorationsbau für Militärparodie
Holger Müller, Absolvent der Kölner Comedy-Schule, hat mit seiner Figur "Ausbilder Schmidt" einen aufrechten, furchtlosen und knallharten Kämpfer gegen die Verweichlichung und Luschisierung dieses Landes erschaffen. Längst sind seine zahlreichen Fernseh-, Radio- und Bühnenauftritte legendär geworden. Voraussichtlich Ende 2008 werden Fans gekrümmt vor Lachen unter den Kinosesseln liegen, wenn der letzte Held der Nation, unverkennbar mit Sonnenbrille, rotem Käppi, Zigarre und gnadenlosem Sex-Appeal bewaffnet und in allbekannter (Un-) Manier brüllend seine Fans begrüßt: "Morgen, ihr Luschen!".
Dabei geht es in seiner ersten Kino-Mission um nicht weniger als die Rettung des Weltfriedens. Als Koproduzent für die Produktion der Hofmann & Voges Entertainment GmbH leistet Studio Babelsberg, neben Action Concept und DinA Productions tatkräftige Unterstützung. Die Dreharbeiten laufen seit Ende Juni in Berlin und Brandenburg und werden am 5. September beendet sein. Die Handwerker des Art Departments bauen unter der Projektleitung von Uwe Schaer und nach Vorlagen des Münchner Szenenbilnders Florian Lutz diverse Außensets an den verschiedenen Drehorten im Potsdamer Umland: Geschaffen wurde beispielsweise ein Schrebergarten und ein düsteres Schlossverlies. Doch bei einer Satire, in der es militärisch zugehen soll, dürfen Action-Elemente natürlich nicht fehlen. Aus diesem Grund gibt es eine besonders enge Zusammenarbeit mit den Stunt-Leuten und dem Team für Special Effects, um die besonderen Anforderungen umzusetzen. Daraus entstanden sind beispielsweise einstürzende Tribünen, Crashfahrten mit dem Panzer durch Kleingärten u.v.m. Für die Ausstattung des Films werden auch die studioeigenen Babelsberger Kostüm- und Requisitenfunden intensiv genutzt.
Bei der bunten, knallharten Militär-Parodie führt der Schweizer Mike Eschmann (Achtung, fertig, Charlie!) Regie. Dem politisch äußerst unkorrekten Offizier stehen beim Kampf gegen kalluschische Terroristen Prinzessin Shirin (Moderatorin Collien Fernandes) und Rekrut Zielinski (Axel Stein) bei. In weiteren Rollen sind Lästermaul Ingo Appelt, Komiker Bernhard Hoecker, Moderator Hans Meiser und Einrichtungsfee Tine Wittler zu sehen. Auch "Elton" und die Schauspieler Horst Krause, Rainer Hunold, Friedrich Schoenfelder sowie Hedi Kriegeskotte sind mit von der Partie.

13.08.2007
Hexe Lilli legt Zauber über Babelsberg
Kinder in Deutschland, Österreich und der Schweiz können sich freuen: Die Dreharbeiten zu den zauberhaften Abenteuern der kleinen Hexe Lilli sind seit dem 09. August beendet. Zwar müssen sich die Kleinen noch ein knappes Jahr gedulden, doch dann ist die populäre Kinderbuchreihe endlich auch auf großen Kinoleinwänden zu sehen. Logische Fortführung einer Erfolgsgeschichte, denn die Bücher des Autoren KNISTER wurden bereits in über 15 Sprachen übersetzt und haben sich weltweit mehr als 10 Millionen Mal verkauft. Grund genug für ein audio-visuelles Format, dachten sich WDR, BBC und Canada Television und produzierten gemeinsam eine Zeichentrickserie. Hierzulande ist sie seit 2004 auf ARD und KIKA zu sehen und erreicht mit jeder Folge fast eine halbe Millionen Kinder.
Hexe Lilli ist für Studio Babelsberg bereits das sechste große Projekt und, nach der Weihnachtskomödie Meine schöne Bescherung, der zweite deutsche Kinofilm in diesem Jahr. Außerdem freut sich Michael Düwel, Geschäftsführer des Art Department darüber, dass der österreichische Regisseur Stefan Ruzowitzky (Anatomie, Die Siebtelbauern) aufgrund der gelungenen Zusammenarbeit bei dem viel beachteten Film Die Fälscher, erneut auf die Kompetenzen des Art Departments zurückgreift. Diesmal in Koproduktion mit blue eyes Fiction, TRIXTER, Buena Vista International, Dor Film Österreich und Steinweg Emotion Pictures in Spanien.
Vor den Dreharbeiten mit dem tollen Filmteam sorgten 25 Handwerker aus allen Bereichen des Art Departments für eine phantasievolle und farbenfrohe Hexenwelt. Die anspruchsvollen und oftmals ungewöhnlichen Vorgaben des österreichischen Szenenbildners Isidor Wimmer wurden auf Vorlage äußerst liebevoll gestalteter Modelle umgesetzt. Die Handwerker um den Projektleiter Robert Samtleben fingen die Stimmung der Entwürfe auf und setzten sie bei der Gestaltung der Materialien und Wände ideenreich um. Insgesamt entstanden in zwei Hallen der Babelsberger Studios sechs verschiedene Innensets. Auf dem neuen Filmgelände von Studio Babelsberg wurden nicht nur die Küche, das Treppenhaus und die beiden Kinderzimmer im Haus der kleinen Lilli errichtet, sondern auch ein Schiffsrumpf, in dem die alte Hexe beheimatet ist. Zusätzlich entstanden in einem extra präparierten, 3.000 m² großen Studio in Stansdorf die Räume eines verhexten spukenden Schlosses. Damit es so richtig zauberhaft zugehen konnte, waren insbesondere die Kompetenzen der Schlosser und Mechaniker gefragt: Die Hälfte der Innensets wurde beweglich konstruiert, beispielsweise konnte ein komplettes Badezimmer-Set um die eigene Achse gedreht werden und ein zwölf Meter langer Gang ließ sich einseitig bis zu sieben Meter als Schräge anheben. Für eine opulente Ausstattung waren die zahlreichen Requisiten aus dem studioeigenen Fundus hilfreich. Actionreichen Szenen, z.B. bei den Zauberkämpfen, stand so nichts mehr im Wege. Darüber hinaus wurden diverse Außensets zwischen dem 14. Mai und 19. Juli auf Schloss Marquardt und im Holländerviertel von Potsdam gebaut.
Entstanden ist ein zauberhaftes Kinder-Abenteuer: Die 10-jährige Lilli (Alina Freund) ist eigentlich ein ganz normales Mädchen bis eines Tages der kleine leicht übergewichtige und deshalb etwas tollpatschige Drache Hektor (gesprochen von Comedy-Star Michael Mittermeier) in ihrem Zimmer landet. Mit dabei hat er ein Zauberbuch, für das er eine neue Hüterin sucht, eine würdige Nachfolgerin der alten Hexe Surulunda (Pilar Bardem). Dass Lilli dafür die Richtige ist, muss sie allerdings erst einmal beweisen: Sie erhält nicht weniger als die Aufgabe, den bösen Magier Hieronymus (Ingo Naujoks) zu besiegen. Doch bevor sie den Beweis antritt, eine gute Hexe zu sein, schöpft sie die ungeahnten Möglichkeiten ihres neuen Hexenbuches zunächst genüsslich aus. Vor der Kamera sind weiterhin Anja Kling, Sami Herzog und Yvonne Catterfeld zu sehen.



23.07.2007
Art Department lässt die "Wilhelm Gustloff" auferstehen
Das TV-Event "Hafen der Hoffnung - Die letzte Fahrt der Wilhelm Gustloff" wird voraussichtlich Ende 2008 beim Koproduzenten ZDF als Zweiteiler ausgestrahlt und ist mit einem Budget von über 10 Millionen Euro das bisher teuerste Projekt der UFA Filmproduktion GmbH. Bei dem Drama über die größte Schiffskatastrophe aller Zeiten, die sechsmal mehr Tote als der Untergang der Titanic forderte, führt Joseph Vilsmaier Regie. Sein Gespür für die angemessene Umsetzung historischer Stoffe hat er bereits bei Comedian Harmonists und Stalingrad unter Beweis gestellt. Filmisch umgesetzt wurde das Ereignis bereits im Jahre 1959 (Nacht fiel über Gotenhafen), doch erst nachdem Günter Grass mit seiner Novelle über die "Wilhelm Gustloff" (Im Krebsgang) 2002 für heftige Diskussionen sorgte, wird das Schicksal deutscher Kriegsopfer medial thematisiert und dient seither vermehrt als Stoff auch für deutsche Fernsehproduktionen.
Der Szenenbildner Lothar Holler (Sonnenallee, Good Bye Lenin, Hände weg von Mississippi) und sein Art Diretor Joris Hamann (Sonnenallee, Der Untergang der Estonia) erarbeiteten die ausgefallenen und anspruchsvollen Motivvorlagen für die unterschiedlichsten Drehorte. Am 12. März 2007 begannen die Dreharbeiten im Hafen von Stralsund, bis Mitte Juni folgten ca. sechzig Drehtage, auch in Leipzig, Berlin, Köln, Hamburg, Penemünde und auf Malta. Zwei Wochen lang wurde die Abfahrt von Gotenhafen- heute Gdynia - im Stralsunder Hafen nachgestellt. Das Art Department Studio Babelsberg unter der Projektleitung von Dierk Rüdiger Grahlow und Marco Pressler realisierte die umfangreichen Set-Construction-Arbeiten. Für die 40 Handwerker erwies sich der Bau einer gigantischen Schiffsfassaden-Attrappe als wahre Herausforderung im Kampf gegen heftigen Wind, Regen und Hochwasser: Fünf Wochen und 30 Tonnen Stahl später war die graue und bewusst ramponierte Schiffswand standfest am Kai vertäut. Damit aber auch das Ablegen des Schiffes gezeigt werden kann, musste sie zugleich schwimmen können und so platzierte man die 60 Meter lange und 12 Meter hohe Wand auf Pantons. Der restliche Schiffskörper wird digital nachkomponiert, denn tatsächlich fasste die "Gustloff" eine Länge von 208 und eine Höhe von 17 Metern.
Die Wilhelm Gustloff wurde ursprünglich als Kreuzfahrtschiff für das nationalsozialistische Ferienprogramm "Kraft-durch-Freude" konzipiert. Mit dem Durchbruch der Roten Armee an der Ostfront entstand 1945 eine beispielslose Massenflucht; eine frühzeitige Evakuierung war vom nationalsozialistischen Regime zuvor abgelehnt worden. Überstürzt ordnete das Unternehmen Hannibal an, 2,5 Millionen Menschen in das westliche Deutschland zu bringen. Weil der einzige noch mögliche Weg aus Ostpreußen über die Ostsee führte, erhielt die Wilhelm Gustloff den Auftrag, sich an der Aktion zu beteiligen. Heute schätzt man, dass das ursprünglich für ca. 2000 Menschen ausgelegte Schiff gegen Mittag mit 10300 Menschen an Bord ablegte, die genaue Passagierzahl konnte im Chaos nicht ermittelt werden. Hauptsächlich waren es Frauen, Kinder und Alte, die verzweifelt auf das völlig überfüllte Schiff drängten, 1500 Passagiere waren aber Angehörige der Wehrmacht. Neben Verwundeten und Marinehelferinnen handelte es sich dabei vor allem um Soldaten einer U-Boot-Lehrdivision, die von Kiel aus für den Kampf um den vermeintlichen "Endsieg" erneut in den Kriegseinsatz gehen sollten.
Der hochkarätig besetzte Film setzt drei Tage vor Auslaufen der Gustloff in Gotenhafen ein und endet am Tag nach ihrem Untergang. Die Figuren des Films sind frei erfunden, dennoch basiert das Filmgeschehen auf historischen Fakten und Aussagen von Zeitzeugen. Erzählt wird die Geschichte vor allem aus der Perspektive des jungen zivilen Fahrkapitäns Hellmuth Kehding (Kai Wiesinger), der das Schiff sicher nach Kiel bringen soll. Im Hafen trifft er seine Jugendliebe Erika (Valerie Niehaus) wieder, die als Marinehelferin unter dem strengen Regiment von Berta Burkat (Ulrike Kriener) in der Flüchtlingsaufnahme dienstverpflichtet ist und später heimlich mit an Bord geht. Unter den Flüchtlingen sind Lilli Simoneit (Dana Vávrová, Frau des Regisseurs Joseph Vilsmaier), ihr 16-jähriger Sohn Kalli (Willi Gerk) und die hochschwangere Marianne (Anja Knauer). Aber auch der verfeindete Bruder Hellmuts (Heiner Lauterbach) besteigt das Schiff. Als ehemaliger U-Boot-Kapitän erfüllt dieser eine undurchsichtige Aufgabe für die deutsche Sabotageabwehr. Doch es gibt noch weitere Kontrahenten an Bord: den Funker Hagen Koch (Detlev Buck), NSDAP-Ortsgruppenleiter Escher (Alexander Held), Alt-Kapitän Johannsen (Michael Mendl) und den militärischen Transportleiter der Fahrt, Korvettenkapitän Petri (Karl Markovic). Bei Petri stößt Hellmuts Auftrag, möglichst viele Menschen mit der "Gustloff" in Sicherheit zu bringen, auf erheblichen Widerstand. Der drängt auf ein vorzeitiges Auslaufen, um seine U-Boot-Männer schnellstmöglich zum Fronteinsatz nach Kiel zu bringen. Ohne ausreichenden Geleitschutz muss die Gustloff ins Ungewisse fahren.
Dass die "Gustloff" im Meer versank, schreibt man heute v.a. dem Kompetenzgerangel der verschiedenen Kapitäne auf der Kommandobrücke zu. Dies zeigt sich auch im Film: Als eine zweifelhafte Kollisionswarnung auf der Kommandobrücke eingeht, kommt es zum Eklat. Gegen Hellmuts Willen lässt der an die Realfigur angelehnte Korvettenkapitän Petri die Positionslichter setzen. So kam es, dass das Schiff am 30. Januar 1945, acht Stunden nach seinem Ablegen, von einem russischen U-Boot entdeckt und torpediert wurde. In einer Nacht bei minus zwanzig Grad versank die "Gustloff" binnen zweiundsechzig Minuten. In eindringlichen Szenen beschreibt der Film den Todeskampf der insgesamt 10.300 Passagiere, von denen nur 1.252 gerettet werden konnten. Alle vier Kapitäne überlebten, doch mehr als neuntausend Menschen ertranken, darunter fanden eintausend Frauen und viertausend Kinder den Tod.



10.07.2007
Art Department im Hafen der Träume
Seit dem 5. Juli lockt Hamburg mit einem neuen Museums-Highlight: Die Ausstellung "Port of Dreams- Auswandererwelt Ballinstadt" erzählt die bewegende Geschichte von über fünf Millionen Menschen, die zwischen 1850 und 1934 ihre Heimat verließen. Sie wollten von Hamburg aus nach Amerika aufbrechen, um ein neues, besseres Leben anzufangen. Albert Ballin, Leiter des Reederei HAPAG, hatte sich auf die Beförderung von Auswanderern nach Amerika spezialisiert. Durch seine Leistungen entwickelte sich Hamburg zu Deutschlands größtem Auswanderungshafen. Seit 1901 ließ er die sogenannten "Auswandererhallen" errichten und Ballinstadt bestand bald - aufgrund der stark steigenden Anzahl von Auswanderungswilligen aus ganz Europa - aus mehr als 30 Gebäuden. Bis zu 5.000 Auswanderer konnten hier gleichzeitig untergebracht werden, während sie teilweise wochenlang auf ihre Einschiffung warteten und die notwendigen Formalitäten erledigten. Bis vor kurzer Zeit war davon nur noch das Mauerwerk eines ehemaligen Schlafpavillons übrig, doch nun sind drei Gebäude der Auswandererstadt originalgetreu wieder aufgebaut worden. Zwölf Millionen Euro wurden investiert, um auf historischem Boden eine weltweit einzigartige Erlebnisausstellung für die ganze Familie zu errichten.
In der beispiellosen interaktiven Edutainmentausstellung können sich Besucher mithilfe multimedialer Technik in die Lage und das Gefühlsleben eines Auswanderers hinein versetzen sich so ihre ganz eigene Auswanderergeschichte aneignen. Dabei durchlaufen sie alle Phasen vom Aufbruch bis zur Ankunft und können nebenbei vieles über die Hintergründe erfahren, die zu einer solchen Entscheidung führen und anschließend über den Verbleib der Auswanderer nach ihrer Ankunft in New York recherchieren.
Der Hamburger Senat wählte die Leisure Work Group GmbH aus fünfzehn internationalen Mitbewerbern aus und übergab ihr das Konzept, den Bau und die Einrichtung der Ausstellung, die in enger Kooperation mit ADSB umgesetzt wurde. Insgesamt waren 25 Tischler, Maler, Stukkateure, Bildhauer und Schlosser von März bis Juni unter der Projektleitung von Uwe Schaer damit beschäftigt, bei der Innengestaltung des historischen Ausstellungsbereichs die Motive, Wünsche, Träume und Hoffnungen der Auswanderer greifbar zu machen. Detailtreue war oberstes Gebot bei der Anfertigung von Kulissen und Kostümen. Als Grundlage hierfür diente ein weltweit einzigartiger Schatz: Historisch überlieferte Transportlisten halfen den Requisiteuren bei der Wahl geeigneter Gegenstände aus dem studioeigenen Fundus, z.B. für den Inhalte der Koffer, welche die historischen Exponate ergänzten. Durch entsprechende Lichtgestaltung wurden sie passend in Szene gesetzt. Auch die Kulissen wurden detailgetreu angefertigt, eine besondere Herausforderung war das Auswandererschiffs als Herzstück der Ausstellung: Der Schiffsrumpf wurde 20 Meter lang, 15 Meter breit und 6 Meter hoch. Mit Hilfe des studioeigenen Kostümfundus wurden neun Hörstationen in Form von interaktiven Figurinen konzeptionell umgesetzt und in historische Gewänder gekleidet. Jede Figur hat ihre eigene Lebensgeschichte und erzählt den Besuchern von ihren Gründen für die Auswanderung, ihren Hoffnungen und Plänen. An der Decke zwischen den Schiffsplanken wurden "Traumblasen" befestigt und orangefarben belichtet, Kugeln mit Begriffen wie "Genug zu essen", "Geld" oder "Glaubensfreiheit", die für die Träume der Auswanderer stehen.
Jörg Winter, Architekt und Gestalter der Ausstellung, zeigt sich höchst zufrieden: "Dieses außergewöhnliche Projekt macht unsere Kompetenzen im Bereich Erlebniswelten unübersehbar. Die große Zustimmung zeigt, dass uns der emotionale und alle Sinne ansprechende Dialog mit dem Publikum geglückt ist."



25.05.2007
"Blodbad i Babelsberg" Art Department realisiert Kulissen für deutsch-dänische Koproduktion
In dänisch-deutscher Koproduktion mit Nimbus Film und Wüste Film beleuchtet Flame & Citron ein weitgehend unbekanntes Kapitel deutscher und europäischer Geschichte. Unter der Regie des dänischen Regisseurs Ole Christian Madsen (Kira) erzählt der 6,3 Millionen Euro teure Kinofilm die auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte von Dandy Flammen und Citronen, ohne dabei dem Topos von heroischen Dänen und den bösen Nazis zu verfallen.
Der glühende Patriot Citronen alias Mads Mikkelsen (Bond-Bösewicht und seitdem nicht nur Dänemarks Sexsymbol) und der abenteuerlustige Dandy Flammen alias Thure Lindhardt (Was nützt die Liebe in Gedanken) beseitigen Kollaborateure im Auftrag der dänischen Widerstandsbewegung und gehören 1944 zu den meistgesuchtesten Männern des besetzten Dänemarks. Doch als Flame auch seine mysteriöse Geliebte Ketty alias Stine Stengade (Kira) erschießen soll, regen sich erste Zweifel an seiner Mission. Bald geraten die Freunde zwischen die Fronten und in Lebensgefahr. Außer den dänischen Stars glänzen auch Christian Berkel und Hanns Zischler vor der Kamera.
Neben Prag und Kopenhagen fanden im April und Mai 15 Drehtage in Babelsberg statt. Das Know-How des Art Departments zeigte sich bereits bei den Innendekorationen in den Studios im fx-Center, denn das Handwerkerteam stampfte unter der Leitung des Construction Managers Marco Pressler innerhalb kürzester Zeit ein komplettes Keller- und Hotelset aus dem Boden. Letzteres wurde opulent ausgestattet: u.a. verbauten sie exklusive Wandpaneele und die Dekowerkstatt verwandelte nicht weniger als 200m neue Stoffe zu wertvollen Vorhängen. Für weitere Raumtextilien sowie eine Vielzahl von Möbeln, Lampen, Küchenutensilien und Sanitärkeramik sorgte der studioeigene Requisitenfundus.
Ebenso professionell ging man beim Bau des Außensets vor: Für die Dreharbeiten eines blutigen Aufstands wurde die Außenkulisse "Berliner Straße" genutzt, die bereits in der Produktion Rosenstraße zum Einsatz gekommen war. An der Marlene-Dietrich-Allee bildete das Art Department-Team zwei Straßenzüge für das von den Nazis besetzte Kopenhagen nach. "Unsere erste deutsch-dänische Kooproduktion war professionell wie menschlich hervorragend, wir freuen uns auf das nächste, gemeinsame Projekt" so Michael Düwel, Geschäftsführer des Art Departments.



10.05.2007
Art Department holt Weihnachten in den Frühling
Am 10. April war es so weit: Die Dreharbeiten zur schwarzen Weihnachtskomödie Meine schöne Bescherung von Produzentin Manuela Stehr konnten beginnen. In der nur dreiwöchigen Bauzeit stellte das Art Department sein Können unter Beweis und verzauberte das Babelsberger Studio in eine weihnachtliche Villa. Glanzlicht war der prachtvoll erschaffene Garten, der in frischen (Kunst)Schnee getaucht und mit einem ca. 20 Meter langen Fotorücksetzer versetzt wurde. Für die diversen Innensets realisierten die Gewerke Tischler, Maler und Stuckateure aufwendige Dekorationen aus einer breiten Palette unterschiedlichster Materialien. Die Requisiteure gaben der besinnlichen Weihnachtsstimmung den letzten Feinschliff: Die Innenräume des Hauses staffierten sie detailverliebt mit Gegenständen aus, dabei lieferte ihnen der studioeigene Fundus eine unerschöpfliche Auswahl an Requisiten.
Michael Düwel, Geschäftsführer des Art Departments, lobt die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Szenenbildner Peter Menne, die bereits in der Vorbereitungsphase des Films begonnen hatte: "So konnte unser Projektleiter Uwe Schaer mit den Handwerkern des ADSB die Vorgaben und Wünsche des Teams optimal und im vorgegebenen Kostenrahmen umsetzen. Dieses Projekt mit seinen klassischen Dekorationsbauten entspricht 100prozentig unseren ausgewiesenen Kompetenzen und alle beteiligten Gewerke konnten effektiv eingesetzt werden."
Sara (Martina Gedeck) lebt mit ihren drei Kindern - Früchte unterschiedlicher Lenden - ihrem vierten Ehemann Jan (Heino Ferch) und dessen Sohn glücklich unter einem Dach. Zum Fest der Liebe lädt Sara die gesamte Patckwork-Familie zu sich ein: (Ex-)Ehefrauen und -männer, eigene, fremde und adoptierte Kinder, aber auch potentielle neue Partner. Als besondere Weihnachtsüberraschung will sie Jan ihre erneute Schwangerschaft verkünden. Was Sara nicht weiß: Jan scheidet als Vater aus. In weiteren Rollen werden u.a. Jasmin Tabatabai, Alexandra Neldel und Meret Becker zu sehen sein.



12.01.2007
Art Department meets Santa Claus
Art Department lässt im Auftrag der Speer + Rogal Werbeagentur GmbH das größte Einkaufszentrum Baden-Württembergs in weihnachtlichem Glanz erstrahlen. Im Dezember 2006 konnte im Blautal-Center Ulm erstmals eine festlich geschmückte Weihnachtsinszenzierung bestaunt werden, die ihresgleichen sucht. Das Konzept wurde US-amerikanischen Einkaufscentern nachempfunden: Weihnachten pur und in nicht gekannter Größe!
Und so kam es, dass es in der Halle von Studio Babelsberg vier Wochen lang zuging, wie in einer Zwergenwerkstatt am Nordpol. Santa Claus, alias Projektleiter Marco Pressler, baute mit seinen fleißigen Weihnachtselfen - alias 24 Mitarbeiter v.a. aus den Gewerken Maler, Dekorateure, Tischler und Schlosser - überdimensionale Dekorationselemente aus der Weihnachtswelt: Kindgroße Engel, Weihnachtskugeln mit einem Durchmesser von einem Meter und doppelt so große Riesensterne, die teilweise einen Schweif von drei Meter Länge hinter sich her trugen. Auch in Sachen Transportlogistik stand man Rentierschlitten in nichts nach: alle Bauten wurden in riesige Kisten verpackt und in das Ulmer Kaufhaus gebracht. Mithilfe der Pläne von Antje Krug, die die künstlerische Leitung und Außenrequisite inne hatte, wurden sie am richtigen Ort platziert. Dort konnten die 35 Helfer, die vom 24.11. - 29.11.06 außerhalb der Ladenöffnungszeiten im Einsatz waren, mithilfe von Steigern die 400 übergroßen Requisiten sicher an der Decke befestigen. Pünktlich zur Weihnachtszeit bot das Einkaufscenter eine besinnliche Atmosphäre. Unterstützt durch eine außergewöhnlich umfangreiche Lichtinstallation - beispielsweise mithilfe eines 2100 Meter langen Lichterteppichs - erstrahlten die dominierenden Farben der Requisiten rot, grün und gelb auf besondere Art und Weise.
Michael Düwel, Geschäftsführer des Art Departments zeigt sich indes höchst zufrieden: "Es freut uns ganz besonders, dass der Entwurf unseres langjährigen Kooperationspartners bei Events Speer+Rogal wieder einmal zur vollsten Zufriedenheit umgesetzt werden konnte. Wie gewünscht, haben wir gleichzeitig für eine langjährige Widerverwendbarkeit der Kulissen gesorgt und unsere logistischen Meisterleistungen unter Beweis gestellt."



11.09.2006
Art Department realisiert Dekorationsbau für das Musical Tanz der Vampire
Im Dezember 2006 ist es soweit: Mit Tanz der Vampire kommt eines der beliebtesten Musicals im deutschsprachigen Raum nach Berlin. Seit der Uraufführung im Raimund Theater in Wien haben sich bereits vier Millionen Zuschauer von den Vampiren "beißen" lassen. Die komisch-gruselige Vampir-Parodie basiert auf Polanskis Kultfilm The fearless Vampire Killers um den Grafen von Krolock. Schon bei der Wiener Weltpremiere übernahm Roman Polanski selbst die Regie, er legte schon bei der damaligen Bühnenadaption größten Wert auf den Erhalt des grundlegenden Charakters des Films. Die Musik für das Musical komponierte Jim Steinman, Buch und Liedtexte schrieb Michael Kunze. Beauftragt von der Firma Stage Entertainment konzipiert und realisiert das Art Department den gesamten Dekorationsbau für das Stück.
Die besondere Herausforderung dieser Aufgabe liegt in erster Linie in der Modifikation der vorhandenen Dekorationsteile. Darüber hinaus müssen Gestaltung und Herstellung der neuen Dekorationsbauten unter Berücksichtigung der künstlerischen Vorgaben des Designers Bill Dudley erfolgen. Ein wichtiger Faktor bei der Planung und Realisierung sind die besonderen Belastungen, denen die Bauten durch den ständigen Ortswechsel des Tourneestückes ausgesetzt sein werden. Innerhalb von 12 Wochen arbeiten fast 40 Mitarbeiter des Art Departments auf Hochtouren. Die Theaterplastiker, Theatermaler, Tischler und Dekorateure - um nur einige der beteiligten Gewerke zu nennen - werden bis Anfang November 2006 nicht nur die Dekoteile gebaut und den Bühnenboden gestaltet haben: Auch die handgemalten Prospekte für das Stück stammen aus den Babelsberger Werkstätten.
"Natürlich freue ich mich besonders darüber, dass wir mit dem Dekorationsbau für das Musical Tanz der Vampire wieder einen Beitrag zu einem der Werke des Multitalentes Roman Polanski leisten können", so Michael Düwel, Geschäftsführer des Art Departments. Roman Polanski hatte im Jahre 2001 "The Pianist" in Babelsberg gedreht. Die Premiere des Musicals wird am 10. Dezember 2006 im Berliner Theater des Westens stattfinden.



11.09.2006
Ausstellung zur Geschichte der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora
Am 10. September 2006 eröffnete die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora in einem Neubau auf dem Gelände eines ehemaligen KZs eine Ausstellung, die erstmals umfassend die besondere Geschichte der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora beleuchtet. Bis heute ist in der Öffentlichkeit kaum bekannt, dass die Nationalsozialisten gegen Ende des Zweiten Weltkrieges mitten in Deutschland, im Harz, einen gigantischen unterirdischen Rüstungskomplex errichteten. Ziel war es, dort sogenannte Vergeltungswaffen und Jagdflugzeuge zu produzieren, die eine Wende im bereits verlorenen Krieg bringen sollten. Als Zwangsarbeiter für den Bau und den Betrieb der unterirdischen Fabriken zogen sie über 60.000 Häftlinge aus dem KZ Mittelbau-Dora heran, dessen zahlreiche Lager sich über den gesamten Harz erstreckten.
Ab Herbst 1943 mussten KZ-Häftlinge im unterirdischen "Mittelwerk" V2-Raketen zusammenschrauben. Die Verlagerung der Raketenrüstung in Untertageanlagen hatte Rüstungsminister Albert Speer zusammen mit Adolf Hitler und SS-Chef Himmler persönlich festgelegt. Als sich im Frühjahr 1944 die Situation für die Nationalsozialisten als immer aussichtsloser abzeichnete, wurde zusätzlich die Produktion von Jagdflugzeugen unter die Erde verlegt. Überall in Deutschland, vor allem aber im Harz, mussten KZ-Häftlinge nun neue Stollenanlagen für Flugzeugfabriken ausschachten, zehntausende starben. Die neu eröffnete ständige Ausstellung in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora erzählt von diesen historischen Ereignissen. Dabei werden Fundstücke aus der Stollenanlage des Mittelwerkes sowie zahlreiche neuere Quellen aus in- und ausländischen Archiven hinzugezogen.
Das Art Department war durch die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora mit dem Innenausbau der Räume gemäß den Entwürfen und Gestaltungsvorgaben von Hans Dieter Schaal beauftragt. Unter dem ADSB-Projektteam Gert-Michael Henning, Marc Murawski und Robert Samtleben waren insgesamt 25 - 30 Mitarbeiter der Gewerke der Tischler, Schlosser, Maler und Elektriker ca. acht Wochen mit dem Bau befasst. Die Leistungen, die durch das ADSB abgedeckt wurden, reichen von der Werkplanung (Robert Samtleben) über den Rohbau eines Raumes, die gesamten Einbauten, die Wandverkleidung bis zur Deckenverkleidung. Besonders hervorzuheben sind die 20 Meter langen, frei stehenden Vitrinen in der Mitte des Raumes, diese werden von ebenso langen, in die Wand integrierten Vitrinen in den Seitenbereichen umrahmt. Michael Düwel, Geschäftsführer des Art Departments, ist sich der Bedeutung dieser Ausstellung bewusst und freut daher ganz besonders über die geglückte Zusammenarbeit: "Gerade auch im gestalterischen Bereich erfordert der Umgang mit dieser besonderen historischen Thematik sehr viel Feingefühl. Wir freuen uns über die erneute Zusammenarbeit mit Hans Dieter Schaal sowie das große Vertrauen der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald."



15.09.2006
Ausstellung "Heimat und Exil. Emigration der deutschen Juden nach 1933" im Jüdischen Museum Berlin
Am 29. September 2006 eröffnet im Jüdischen Museum Berlin die vom Architekten und Bühnenbildner Hans Dieter Schaal gestaltete Wechselausstellung "Heimat und Exil". Das Thema ist der erzwungene Exodus der deutschen Juden nach 1933. Erstmals wird die Emigration von rund 280.000 deutschen Juden in über neunzig Ländern in einer großen Gesamtschau gezeigt, die im ersten Obergeschoß im Altbau des Jüdischen Museums präsentiert wird. Auf 900 Quadratmetern und anhand von 1500 Exponaten erzählt die Ausstellung von Verfolgung und Fluchtvorbereitung, von Reisewegen in eine ungewisse Zukunft und vom Neuanfang in einer fremden Welt. Sie zeichnet anhand einzelner Schicksale die ersten Jahre in den Aufnahmeländern nach und berichtet von den Schwierigkeiten, sich eine neue materielle Grundlage zu schaffen und sich an eine fremde Umgebung, ungewohnte klimatische Bedingungen und kulturelle Eigenarten anzupassen. Mit reichem biografischen Material und vielen Film- und Hörstationen geht die Ausstellung dabei in 15 Räumen der Frage nach der emotionalen und geografischen Verortung von Heimat zwischen Alltag, Anpassung und Integration nach.
Das Art Department wurde durch das Jüdische Museum mit dem Ausstellungsbau beauftragt. Von August bis Mitte September, in einer Zeitspanne von nur fünf Wochen, realisierte ein ca. 30 Mann starkes Team unter der Leitung von Uwe Schaer den Bau. Beteiligte Gewerke am Projekt waren Tischler, Schlosser und Maler des Art Departments. Die besondere Herausforderung dieses Projekts liegt in der extremen Komplexität der zu realisierenden Bauten. Insbesondere bei den Vitrinen handelt es sich um sehr große, teilweise raumhohe Exponate, die aus verschiedenen Einzelteilen zusammengesetzt sind.
Da es sich um eine Wechselausstellung handelt, die in Zukunft auch in Bonn oder Leipzig zu sehen sein soll, mussten die Bauten so konstruiert werden, dass sie teilbar sind, um unbeschädigt auf - und abgebaut werden zu können. In diesem Zusammenhang zeigte sich wieder die große Erfahrung und Kreativität der Babelsberger Werkstätten. "Wenn es darum geht, schnell und effektiv Lösungen für sehr komplexe Aufgaben im Ausstellungsbau zu finden, beweisen unsere Mitarbeiter immer wieder ihre besondere Kompetenz", so Michael Düwel, Geschäftsführer. Das zeigte sich bei diesem Projekt beispielsweise, als es darum ging, die einzelnen Ausstellungsstücke in den ersten Stock des denkmalgeschützten Gebäudes zu bringen. Die Mitarbeiter des Art Departments hatten schnell eine Hubbühne konstruiert und mit sehr viel Sorgfalt einige kleine Umbauten an einem der Fenster vorgenommen. Die Ausstellung wurde von der Stiftung Jüdisches Museum Berlin und der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland realisiert.



13.09.2006
Art Department baut geschichtsträchtige Filmkulisse für Auf der Jagd nach dem Schatz von Troja
Nicht nur der historische Hintergrund von Auf der Suche nach dem Schatz von Troja ist legendär, sondern auch die Bauarbeiten für die Nachbildung der Ausgrabungsstätte nahmen spektakuläre Ausmaße an: In Marwitz bei Berlin wurde die größte, bis zu zwölf Meter in die Tiefe gebaute Filmkulisse Europas erschaffen. Das Set verfügte über eine Länge von 135 Metern und einer Breite von 50 Metern. Insgesamt wurden 15 Tonnen Gips/Beton und 2000 Kubikmeter Stein- und Sand-Imitate für die Basis gebraucht und fünf Kilometer Kanthölzer für die Holzkulisse. Nach Photovorlagen der Ausgrabungsstätte in Troja wurden durch Kulissenbauer, Bildhauer und Maler des Art Departments auf einer Fläche von 1000 Kubikmeter Steine in den vorhandenen Lehm der Grube eingearbeitet.
Der zweiteilige TV-Movie wurde von der UFA Tochter Team Worx für den TV-Sender Sat.1 produziert. Der Film erzählt die Geschichte des Troja-Entdeckers Heinrich Schliemann (Heino Ferch). Schon als Kind war der Autodidakt von der Existenz der antiken Stadt überzeugt. Als Erwachsener verkauft er seinen gesamten Besitz, um die Ausgrabungen zu finanzieren. An der Seite seiner großen Liebe Sophia Engastromenos (Melanie Doutey) hofft Schliemann Troja mühelos erobern zu können. Doch auf dem Weg zur Erfüllung seiner Träume stößt er auf die unterschiedlichsten Widerstände und tödlichen Probleme?. Dem Regisseur Dror Zahavi gelingt es, die beeindruckende wahre Geschichte des Forschers, der für seinen Traum "die Entdeckung des realen Mythos" seine gesamte Existenz opferte, mit einer bedingungslosen Liebesgeschichte zu verbinden.
Den Drehort in Brandenburg fand der 28 jährige Berliner Architekt David Scheunemann mittels geologischer Karten und Satellitenbilder. Scheunemann hatte gemeinsam mit dem Filmarchitekten Albrecht Konrad einen Ort mit lehmigem, festem Boden gesucht, um die Ausgrabungsstätte nachzubauen. Dierk-Rüdiger Grahlow, Projektleiter des Art Departements, war aufgrund der extremen Bedingungen der Bauarbeiten zunächst eher skeptisch. Es war das erste Mal, dass in einer solchen Tiefe gearbeitet wurde. Auch wurden bei Kulissenbauten bisher noch nie Materialien, die direkt aus der Erde stammten, eingesetzt.
40 Mitarbeiter des Art Department bereiteten zwei Monate das spektakuläre Set für Auf der Jagd nach dem Schatz von Troja vor.
Nur durch den Ideenreichtum, Mut und das Engagement aller Beteiligten, insbesondere Albrecht Konrad als Production Designer, David Scheunemann als Architekt und Dierk-Rüdiger Grahlow als ausführender Projektleiter konnte dieses bislang einzigartige Projekt so erfolgreich umgesetzt werden.



11.09.2006
Art Department entwirft und realisiert Exponate für den Vogelpark Walsrode
Der Vogelpark Walsrode in der Lüneburger Heide gehört mit seinen über 4500 Vögeln und 750 Vogelarten aus allen Kontinenten der Erde zweifellos zu den größten und artenreichsten Tierparks der Welt. In der einzigartigen Park- und Gartenlandschaft können Besucher auf 240.000 qm seit über 40 Jahren zu jeder Jahreszeit die Geheimnisse der Vogelwelt erkunden.
Um die Alleinstellung des Vogelparks langfristig zu festigen und um neben den zahlreichen Stammbesuchern auch neue Zielgruppen zu erschließen, arbeitet das Unternehmen Petri & Tiemann seit ca. einem Jahr an einem Innovationskonzept für die Gesamtanlage. Ziel der Maßnahmen ist es, den Besuchern die besonderen Eigenschaften und faszinierenden Fähigkeiten der Vögel näher zu bringen: "Wir gestalten für die einzelnen Vogelarten attraktive Umgebungen und schaffen gleichzeitig für die Besucher interaktive Entdeckerstationen, an denen sie die Talente der Vögel anschaulich erfahren können", beschreibt Carlo Petri, Betreiber des Parks, die Maßnahmen. In Zusammenarbeit mit der Berliner Agentur Dan Pearlman hat das Art Department zwischen dem 1. Juni und dem 1. September 2006 an der Realisierung der umfassenden Neuausrichtung des Parks mitgewirkt. Während sich die Agentur Dan Pearlman für den inhaltlich-redaktionellen Teil verantwortlich zeigte, hat das Art Department unter der Leitung von Jörg Winter, Architekt, verschiedene Exponate und Innenraumbereiche entworfen und umgesetzt.
Das Art Department war u. a. an der Gestaltung des neuen Baumhausdorfes sowie an der Gestaltung der ebenfalls neu errichteten, mittelalterlichen Uhu-Burg beteiligt. An der Umsetzung des Projektes waren Mitarbeiter aus den Gewerken Tischler, Maler, Stuckateure, Schlosser und Bildhauer beteiligt. "Das Projekt Vogelpark Walsrode ist ein weiteres positives Beispiel der guten und erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen der Petri & Tieman GmbH und unserem Unternehmen. Wir sind sehr zufrieden und blicken, was die weiteren Projekte betrifft, optimistisch in die Zukunft", so Marco Unterhaslberger, Head of Architecture and Design des Art Departments.



20.7.2006
Außenset für Gute Zeiten, Schlechte Zeiten im Filmpark Babelsberg gebaut
Die Dreharbeiten für "Deutschlands erfolgreichste tägliche Fernsehserie" sind ab Mitte August 2006 für die Öffentlichkeit zugänglich. Auf dem Gelände des Babelsberger Filmparks entstand auf einer Fläche von 1.700 m² der sogenannte "Berliner Platz". Den interessierten Fans wird das gezeigt, was "man bisher nicht oder nur andeutungsweise sah", sagt Tim Greve, Produktionsleiter von GZSZ. Allerdings wird es keinen neuen Handlungsstrang geben, sondern der T-förmige Straßenzug ist lediglich "eine Erweiterung der GZSZ-Lebenswelt". Die Besucher - und später natürlich auch die Zuschauer "können hier sehen, was hinter dem Innenhof des Seriencafés "Mokka" liegt. Oder wie der Haupteingang des Viktoria-Luise-Gymnasiums aussieht. Bei dem, in den Straßenzug integrierten Portal handelt es sich jedoch um eine Teil-Nachbildung der "echten" GZSZ-Schule. Im "Original" finden auch weiterhin Produktionen statt" jedoch vor verschlossenen Türen.
Die sechzig, am Projekt beteiligten, Mitarbeiter des Art Departments haben jedenfalls ganze Arbeit geleistet. In nur fünf Wochen wurden die elf Meter hohen, künstlichen Altbaufassaden fertig gestellt. Das in Anlehnung an die attraktiven Hackeschen Höfe in Berlin Mitte gestaltete Szenenbild wurde von Olaf Rehahn entworfen. Die Projektleitung übernahm Marco Preßler. Um das Äußere der Abbildungen dem Original möglichst naturgetreu nachzuempfinden, kamen insbesondere die Stuckateure und die Kunstmaler zum Einsatz. Auch alle weiteren Gewerke des Unternehmens konnten wieder einmal ihr Können unter Beweis stellen: Tischler, Schlosser und Bühnenbauer waren ebenso beteiligt.
Aufgrund der langjährigen Erfahrung und dem besonderem Know-how im Bereich Außenset, verfügte das Art Department über ideale Vorrausetzungen für den Bau des Berliner Platzes für Gute Zeiten, Schlechte Zeiten. "Wir haben bereits im Zusammenhang mit Produktionen wie Roman Polanskis Der Pianist und Herr Lehmann (Leander Haussmann) oder Rosenstrasse (Margarete von Trotta) unter Beweis stellen können, dass wir durch unsere Bandbreite Spezialisten in Sachen Außenkulisse sind", so Michael Düwel, Geschäftsführer des Art Departments.